Hat die Polung der Items im UEQ einen Einfluss auf das Ergebnis?

Umfragen durchführen mit zwei Versionen des Fragebogens

Der User Experience Questionnaire (UEQ) ist ein etablierter Fragebogen. Der UEQ ist ein semantisches Differential, d.h. die Items sind Gegensatzpaare, z.B. kreativ <-> phantasielos, ineffizient <-> effizient, langweilig <-> interessant, aufgeräumt <-> überladen

Bei der Konstruktion des Fragebogens wurde für die Hälfte der Items zufällig die Polung „negativer Begriff links und positiver Begriff rechts“ und für die anderen Items die Polung „positiver Begriff links und negativer Begriff rechts“ gewählt, um Antworttendenzen zu vermeiden. Allerdings hat dies auch negative Auswirkungen auf die Anzahl von Zufallsfehlern beim Ankreuzen und auf den kognitiven Aufwand für den Teilnehmer beim Ausfüllen des Fragebogens.

In der Arbeit soll untersucht werden, wie sich eine zufällige Polung der Items auf die Ergebnisse und die notwendigen Bearbeitungszeiten auswirkt. Hier soll zum einen die vorhandene Literatur zur Fragebogen-Konstruktion ausgewertet werden. Zum anderen soll eine Version des UEQ, in der alle Items die Polung „negativer Begriff links und positiver Begriff rechts“ aufweisen, mit dem Original-UEQ verglichen werden. Dabei sollen mehrere Produkte über eine Online-Version des jeweiligen Fragebogens verglichen werden. Die Fragestellung ist hier, ob es Unterschiede in den beobachteten UEQ-Skalenwerten und der für das Ausfüllen notwendigen Zeit zwischen beiden Versionen gibt. Die Arbeit erfordert elementare statistische Grundkenntnisse.

Betreut wird diese Arbeit von Jörg Thomaschewski und Martin Schrepp.